Spotting Pilatus Aircraft

The Art of Spotting

Was mach Spotting aus? Wie funktioniert es?

Ein Spotter ist eine Person, die sich mit dem gezielten Beobachten von Objekten oder Phänomenen, dem sogenannten Spotting (von engl. to spot, beobachten, ausmachen, erkennen bzw. orten, lokalisieren), beschäftigt.

Darüber hinaus werden der Begriff Spotting und die Bezeichnung Spotter in einer Vielzahl anderer Bedeutungen – vor allem im englischsprachigen Raum – verwendet, so bei der digitalen Filmbearbeitung, beim Klettern und Gewichtheben. Als Spotter werden in den USA aber auch DetektiveStreckenspione im Motorsport und Assistenten vonScharfschützen bezeichnet.

(Quelle; de.wikipedia.org/wiki/Spotter

Über Widmer

Widmer und Spotting (von Fabienne)

Als Widmer herausfand, dass er im Hinblick auf seine Pensionierung ein neues Hobby braucht, galt es drei Kriterien zu erfüllen:

  • Erstens sollte das Hobby keinerlei praktischen Nutzen erfüllen.
  • Zweitens soll er dabei an der frischen Luft sein.
  • Drittens darf es nicht aufwändig sein. 

Da Widmer seit Kindheit alles über Flugzeuge weiss, war das Spotten naheliegend. Und da Widmer eine unerklärliche Faszination für die Pilatus-Werke hat, war auch das gegeben. So zieht Widmer also in regelmässigen Abständen los und jagt Pilatus Flugzeuge.

Übrigens: Widmer würde nie in irgendwelche Flugzeuge reinsitzen und fliegen.

Links

Blog von Alain Genève

Alain Genève dokumentiert alle Ereignisse rund um Pilatus - die beste Website in diesem Bereich - ein Muss für alle Pilatus-Fans.

Pressespiegel

Wenn Spotter Flugzeuge erlegen

Tages-Anzeiger Online, 12.01.2013

Wenn Spotter Flugzeuge erlegen

Von Olivia Raths

Die Spotter haben Hochsaison: Am Montag landet erstmals ein Dreamliner in Zürich. Wenn in der Folgewoche das WEF stattfindet, gibt es für sie weiteres «Frischfleisch» in Form von speziellen Flugzeugen.

Auf der Pirsch: Spotter hoffen auf ein seltenes Flugzeug. Im Rahmen des WEF 2012 in Davos landeten am Flughafen Zürich Maschinen von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, die meistens nicht beobachtet und fotografiert werden können.

Wenn am Montag in aller Herrgottsfrühe der Dreamliner von Qatar Airways in Zürich landet, werden sie wieder vor Ort sein: die sogenannten Spotter. Spätestens um 6 Uhr versammeln sie sich neben der Piste 34, wo die Boeing 787 erstmals auf Schweizer Boden aufsetzen soll. Warum tun sie sich das an, sich in dieser Kälte und Dunkelheit aufs Feld zu begeben?

Sie folgen einer grossen Leidenschaft – einer Art Jäger- und Sammlerinstinkt, wie etwa am verwendeten Vokabular erkennbar ist: «Ein richtiger Flugzeug-Spotter sitzt stundenlang auf einer Leiter beim Zaun neben der Piste, wie ein Geier auf dem Stängeli, und wartet auf Frischfleisch», erzählt ein junger Zürcher Oberländer im Gespräch mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Er ist seit Jahren in der Szene am Flughafen Zürich dabei und schoss Abertausende Flugzeugfotos. Er verfolgt auch aufmerksam, welche Bilder seine Spotterkollegen in die Fliegerforen im Internet stellen. «Gestern Abend erlegt», schreibt ein Spotter über dem Foto eines Swiss-Airbus, dessen Rumpf temporär keine Bemalung aufweist. Ein Sujet mit Seltenheitswert. Je exklusiver, desto mehr gilt es als Jagdtrophäe. Es ist wohl kein Zufall, dass fast ausschliesslich männliche Spotter ihrem Hobby frönen.

Je seltener, desto begehrter

Die Spotter formieren eine eigene Szene. Ihr Name kommt vom englischen «to spot», was so viel heisst wie beobachten, ausmachen, erkennen beziehungsweise orten, lokalisieren. Ein Spotter ist nach Definition von Wikipedia «eine Person, die sich mit dem gezielten Beobachten von Objekten oder Phänomenen, dem sogenannten Spotting, beschäftigt». Das können etwa Züge, Wetterphänomene oder eben auch Flugzeuge sein.

Als Trophäen gelten in der Spotterszene Flugzeuge mit spezieller Bemalung, die von möglichst kurzer Dauer ist – sei es für Anlässe wie die Olympischen Spiele oder für den Übergang zu einer anderen Airline. Für Aufsehen sorgte zum Beispiel ein ehemaliges Swiss-Flugzeug, das bereits in den Farben von Brussels Airlines bemalt war, aber immer noch die Swiss-Registrierung trug. Begehrtes «Wild» sind auch Flugzeuge, die selten oder gar einmalig an einem bestimmten Flughafen aufkreuzen. «Es gibt mitunter seltsame Szenarien, wenn sich eine Gruppe Spotter etwa auf eine unspektakuläre Boeing 757 stürzt», sagt eingangs erwähnter Zürcher Oberländer. «Aber weil sie nur wenige Male zu Wartungszwecken an einen bestimmten Flughafen kommt, hat sie Seltenheitswert und muss entsprechend ‹gejagt› werden.»

WEF bringt viele Staatsmaschinen

Den Dreamliner bereits «erlegt» hat der Schweizer Tis Meyer, der am Montag bei der Landung der 787 von Qatar Airways nicht zugegen sein kann. Er weilt in Übersee, wo ebenfalls ein spezielles Flughafen-Happening stattfindet. Für Meyer ist kein Weg zu weit, um die geliebten Flugzeuge vor die Linse zu bekommen. Im vergangenen Herbst war er «mit Kamera und Stativ bewaffnet» in Japan und China auf der Jagd nach Dreamlinern und anderen Maschinen. Von frühmorgens bis spätnachts fotografierte er unermüdlich, was vor seinen Augen flog und rollte. In seinem Beitrag auf Flightforum.ch lässt sich unschwer erahnen, welch leidenschaftlicher Spotter Tis Meyer ist: «Ich hab sie alle gekriegt, yay!», jubelt er. «Mjam, nächstes Schmankerl! Der Dreamliner im JAL-Kleid», kommentiert er auf kulinarische Weise das Foto der 787 von Japan Airlines. Und freut sich darüber, wie sich deren flexible Flügel beim Fliegen nach oben biegen: «Der Wingflex ist einfach so cool!»

Ein begehrter Anlass für die Spotter ist auch das baldige World Economic Forum (WEF) in Davos. Dann strömen sie in Scharen aus aller Welt an die Schweizer Flughäfen, allen voran in Zürich. Es ist ein grosser Event für sie, wenn all die Staatsmaschinen, die man so gut wie nie zu Gesicht bekommt, über einen hinwegdröhnen. Die Spotter tauschen sich schon rege in Internetforen aus: Wer kommt wann? Und sind die Russen dieses Jahr tatsächlich so zahlreich anwesend? Die Vorfreude auf russische Maschinen ist offensichtlich gross.

Nur der Registrierung hinterherjagen

Während die einen Spotter allen Aufwand betreiben, um die bestmöglichen Fotos zu schiessen, konzentrieren sich andere einzig und allein auf Fotos mit gut erkennbarem Flugzeugkennzeichen und Schriftzug der Airline. Deshalb würden diese Leute mit Vorliebe aus einem 90-Grad-Winkel fotografieren, weiss der Spotter aus dem Zürcher Oberland. «Auf diese Weise entstehen unspektakuläre Bilder. Diese Art von Fotografen wird in der Szene auch ‹90-Grad-Spotter› genannt.»

Last but not least gibt es auch noch die Unterspezies der Spotter, die das Fotografieren links liegen lässt. Diesen Spottern geht es lediglich darum, möglichst viele Registrierungen vor die Augen zu bekommen. Immer dabei: ein Büchlein mit allen Flugzeugkennzeichen der Welt, und dazu ein Fernglas. Sobald die Spotter die Registrierung der Maschine gesehen haben, notieren sie im Büchlein, wann und wo dies der Fall war. Je voller die Liste, desto höher das Ansehen. Dem Zürcher Oberländer Spotter und seinen Kollegen fällt auf, dass vor allem Engländer ausschliesslich den Flugzeugkennzeichen hinterherjagen. «Nicht wenige reisen zu diesem Zweck weit in der Weltgeschichte herum und schliessen sich organisierten Spottertouren an – etwa in Nordkorea, um mit alten russischen Maschinen herumzufliegen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.01.2013, 12:41 Uhr

 

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Spotting Pilatus Aircraft

Ein Projekt von Stephan Widmer, Spotter.

Jahrgang 1957
Wohnhaft in Zürich
Dr. iur.

Get in touch: pilatus.aircraft.spotting@gmail.com